Stadthäuser Sankt Göres

  • Ort: Düsseldorf Kaiserswerth
  • Bauaufgabe: Neubau
  • Typologie: Einfamilienhäuser
  • Größe: je ca. 260 qm
  • Fertigstellung: 2022
  • Status: zu kaufen

 

Die Architektur des Kaiserswerther Stadthauses und des historischen Bestands in der Sankt Göres Straße ist geprägt von klaren Formen, natürlichen Materialien und einer ungezwungenen Reduktion auf das Wesentliche. Statt überbordender Opulenz werden stilbildende Elemente gezielt eingesetzt.
Bei unserem Konzept für die Stadthäuser in der Sankt Göres Straße hat uns besonders die Selbstverständlichkeit und die Langlebigkeit der zurückhaltenden Kaiserswerther Architektur inspiriert. Das „neue Kaiserswerther Haus“ zeichnet sich für uns durch einen warmen Minimalismus aus, der sich zurücknimmt und der Ausgewogenheit von Materialien, klaren Formen und Funktionalität Raum bietet.
An der Sankt Göres Straße entstehen zwei Einfamilienhäuser mit jeweils ca. 260,00 qm Wohnfläche auf drei Etagen. Beide Häuser haben einen direkten Zugang zur neuen Tiefgarage mit insgesamt neun Stellplätzen, die mit Elektrolademöglichkeiten ausgestattet sind. Die Gärten der Häuser sind zwischen ca. 115 und 130 qm groß; hinzu kommt jeweils eine Terrassenfläche von ca. 30 qm. Das Haus Nr. 42 verfügt zudem über einen ca. 11 qm großen Balkon im 1. Obergeschoss.
Der Entwurf für die beiden Stadthäuser in der Sankt Göres Straße ist mit starken Bezügen zum Kontext entstanden. Die umliegende Bebauung sowohl im direkten Umfeld als auch grundsätzlich in Kaiserswerth spielte für Kubatur und Materialität eine tragende Rolle. So wurde bewusst eine reduzierte Architektur mit einigen romanischen bzw. gotischen Zitaten gewählt. Die für Kaiserswerth typische Backsteinarchitektur sollte ebenfalls unbedingt Berücksichtigung finden.
Entstanden ist ein bewusst zurückgenommenes Ensemble mit behutsam kuratierten Details und einem besonderen Augenmerk auf dem Zusammenspiel der Materialien. Beide Häuser sind in ihrer Grundstruktur gleich angelegt, unterscheiden sich jedoch im Einzelnen. Trotz einer eindeutigen Zusammengehörigkeit bewahren beide Stadthäuser ihre Singularität und gehen nicht unter in Gleichförmigkeit.
Der Garten beider Häuser wird neu angelegt. Es werden Beete mit Gräsern gepflanzt, die dem Garten durch ihre organische Anordnung Tiefe und Lebendigkeit verleihen. Im rückwärtigen Grundstücksbereich werden heimische Bäume bzw. Sträucher gepflanzt. Rotbuchenhecken trennen die Grundstücke räumlich voneinander und sorgen für zusätzlichen Sichtschutz zu allen Seiten.
Das Gestaltungskonzept der äußeren Erscheinung setzt sich im Inneren des Ensembles fort. Auch hier herrscht eine reduzierte Gelassenheit. Durch die zurückhaltende und präzise Architektur und das Zusammenspiel von natürlichen Materialien und Farben entsteht ein selbstverständliches und zeitgemäßes Gesamtbild.
Alle Materialien sollen möglichst unbehandelt und pur bleiben. Die Decken werden zu großen Teilen in Sichtbeton ausgeführt, im Dachgeschoss wird die Decke bis in den First geöffnet und die Sparren bleiben sichtbar. In den Wohnräumen werden Douglasiendielen verlegt, welche in den Bädern durch großformatige Feinsteinzeugfliesen ergänzt werden.