Stadtpalais am Kaiserteich

  • Ort: Düsseldorf Carlsstadt
  • Bauaufgabe: Sanierung
  • Typologie: Mehrfamilienhaus
  • Größe: 1500 qm
  • Baujahr: 1897 | 1907 | 1958 | 2016
  • Status: verkauft

 

 Im Jahre 1898 errichtetet der Architekt Ernst Ro­eting in der Elisabethstraße 12 ein repräsentatives Stadtpalais für eine Düsseldorfer Fabrikanten­familie. Damals bot die Immobilie den idealen Rahmen für einen repräsentativen und großbür­gerlichen Lebensstil. In der jüngeren Vergangen­heit nutzen Unternehmen das – in den 1950er- Jahren aufgestockte – Gebäude als Büroimmobilie. 2013 erwarben wir das Objekt, sanierten es umfassend und führten es zu seiner ursprünglichen Nutzung zurück.
Neben der Sanierung der historischen, neugotischen Natursteinfassade des denkmalgeschützten Objektes, gehörte auch die originalgetreue Rekonstruktion des Eingangs. Die kunstvolle Backstein-Hoffassade wurde komplett überarbeitet und durch angeständerte Balkone ergänzt. Angesetzt in der Mittelzone des Hauses, bietet sie großzügige Außenbereiche für alle Wohneinheiten. Eine besondere Herausforderung bestand im Einbau einer Tiefgarage, in der mehrere Stellplätze für jede Wohnung zur Verfügung stehen.
Über das imposante, aufwändig restaurierte Treppenhaus gelangt man in die insgesamt fünf Wohneinheiten, die sich jeweils über eine Etage erstrecken. In den Wohnungen hab die bestehende, dreischiffige Grundrissanlage die Struktur für die Nutzungen vor. Die Großzügigkeit der ursprünglichen Räume sowie ein Hauch des damaligen Wohngefühls konnten erhalten bleiben. Während in der Mittelzone die Wohnräume angelegt sind, befinden sich in den Seitenzonen die Schlaf- und Nebenräume.
Insbesondere in der Erdgeschosswohnung konn­ten zahlreiche Stilelemente der damaligen Zeit entdeckt und erhalten werden. Dazu zählen vor allem aufwändige Stuckarbeiten und Wandver­täfelungen, aber auch unterschiedlichste Decken­formen und -verkleidungen.
Die Holzverkleidungen in den Wohnräumen wurden aufwändig aufgearbeitet und durch neue Elemente ergänzt, sodass eine harmonische Gesamtkomposition entsteht. Die Kombination aus präzisen Details, traditionel­ler Handwerkskunst und modernen Elementen machen die Elisabethstraße zum Vorzeigeobjekt einer sanierten Denkmalimmobilie.
Das Damenbad im Erdgeschoss wurde in Anlehnung an einen Badentwurf des Architekten Ernst Roeting aus dem Baujahr des Hauses gestaltet. Die damals vorherrschenden Elemente wurden neu inter­pretiert und harmonieren mit dem Marmor, der auch im Treppenhaus wiederzufinden ist. Das Herrenbad, in dem ebenfalls der gleiche Mar­mor verwendet wurde, spricht hingegen eine durchgängig moderne Sprache. Die eingebaute Lichtdecke, die eigentlich in Museen verwen­det wird, verleiht dem Raum seine besondere Atmosphäre.